Ein erfolgreicher Saisonabschluss

Ein erfolgreicher Saisonabschluss

Nürburg. Nachdem das Team RingSpeed letztes Jahr beim 3h-Rennen aufgrund eines Motorschadens aussetzen musste, war die Vorfreude mit dem neuen Motor diesmal riesig. Man wechselte nicht nur die Klasse, sondern startete diesmal auch in der ersten Startgruppe. Aber von Anfang an.

Nachdem das Team RingSpeed letztes Jahr beim 3h-Rennen aufgrund eines Motorschadens aussetzen musste, war die Vorfreude mit dem neuen Motor diesmal riesig. Man wechselte nicht nur die Klasse, sondern startete diesmal auch in der ersten Startgruppe. Aber von Anfang an.

Die Wettervorhersage war, für diese Jahreszeit typisch, eher schlecht. Immer wieder Regen und starke Winde sollten die Veranstaltung ungemütlich werden lassen.

Am Morgen hatte es noch ordentlich geregnet. Die GLP-Teilnehmer hatten mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Als um 11:30 Uhr das Training und Qualifying begannen, gab es vereinzelt trockene Stellen.

Das Risiko, auf Slicks rauszugehen, ging aber keiner ein. Auch Victor nicht, der als Erster seine Zeit im Zeittraining fuhr. Die Strecke trocknete ab, aber an Slicks war immer noch nicht zu denken, als der Fahrer nach seiner schnellen Runde an die Box kam, um das Auto an Sebastian zu übergeben.

In der Box gab es dann einen kurzen Informationsaustausch. Das Auto hatte bei der Fahrt über die GP-Strecke in die Box kurze Aussetzer. Es fühlte sich an, als würde es keinen Sprit bekommen. Das war sehr merkwürdig, denn die Kraftstoffpumpen waren gerade einmal zwei Jahre alt.

Sebastian versuchte es trotzdem und fuhr aus der Box. Direkt an der Ausfahrt das gleiche Spiel: kurze Aussetzer. Nach ein paar Metern lief das Auto dann aber normal. Also weiterfahren und schauen, was passiert. Zwei Runden ohne Probleme und eine gute Zeit für die Streckenbedingungen.

Doch das sollte nicht so bleiben. Plötzlich trocknete die Strecke sehr schnell ab und viele Fahrer gingen wieder auf Slicks raus. Nicht so der E36 von Sebastian und Victor. Man entschied sich, nichts zu riskieren und das Auto schon einmal für das Rennen vorzubereiten, da man nur eine Stunde Zeit hatte.

Und es gab ja noch das Problem mit den vereinzelt auftretenden Aussetzern.

Es wurde alles geprüft, aber es konnte kein Fehler gefunden werden.

Also ging es um 14 Uhr ab in die Startaufstellung, die zum ersten Mal auf der Start- und Zielgeraden aufgebaut wurde, statt wie die Jahre zuvor im Fahrerlager.

Sebastian übernahm den ersten Teil des Rennens. Von P28 in der Startgruppe und P7 in der Klasse ging es in die dreistündige Renndistanz.

In der Einführungsrunde gab es dann wieder einen kurzen Aussetzer. Diesmal war aber klar, was genau der Fehler war: Das Auto hatte für kurze Zeit keinen Strom mehr. Ein wichtiges Kabel oder der Hauptschalter mussten Probleme machen. Aber es wurde alles geprüft, und ein loses Kabel konnte nicht gefunden werden. Also weiterfahren und hoffen, dass es hält.

Die Ampel sprang auf Grün und die Hatz ging los. In der Mercedes-Arena passierte nicht viel, außer dass der Pole-Setter in der Klasse durchgereicht wurde und aus dem Tankstutzen Sprit auf der Strecke verteilte. Also schnell dran vorbei.

Am Ausgang der Mercedes-Arena drehte sich dann direkt vor Sebastian ein TCR-Golf. Sebastian konnte aber problemlos ausweichen.

Auf der Nordschleife hatte man sich erst einmal einsortiert. Im Laufe der ersten Runde konnte Sebastian das eine oder andere Auto überholen und lag am Ende von Runde eins auf Platz 3. Direkt davor lagen P2 und P1.

In Runde drei dann der nächste Ausfall: Der Führende musste das Auto abstellen. Der neue Erstplatzierte war einfach zu schnell. Also hieß es, gute Runden zu fahren und P2 so gut es ging zu verwalten.

Das gelang auch sehr gut. Beim Boxenstopp wurden nochmals die Kabel und Verbindungen geprüft. Es war kein Problem zu erkennen. Victor übernahm das Auto – und dann die Überraschung: Wir lagen auf Platz 1, da auch der neue Spitzenreiter sein Auto abstellen musste.

Victor fuhr hervorragende Rundenzeiten und konnte sich nach und nach von den Verfolgern absetzen. Dann der Blick auf das Wetterradar und in den Himmel: 45 Minuten vor Schluss kam er dann wieder, der Regen.

Victor brachte das Auto über die schmierige Strecke und kam schließlich zum letzten Stopp. Es musste also getankt und die Räder mussten gewechselt werden.

Dafür hatten wir nur 3:10 Minuten Zeit, um nicht unnötigerweise über die zehn Minuten Boxenzeit zu kommen. Ein hervorragendes Team machte es möglich: nur 2:40 Minuten für Tanken und Räderwechsel. Was für eine Leistung!

Dass Victor dann noch 30 Sekunden warten musste, bevor er wieder rausfahren konnte, war ein schöner Luxus.

Die Strecke wurde immer nasser und Victor im Verhältnis dazu immer schneller. Zwischenzeitlich lagen wir auf P44, aber nach drei Stunden konnte Victor das Auto auf P1 in der Klasse und P15 in der Gesamtwertung ins Ziel bringen. Sogar vor dem neuen Meister der RCN und nur zwei Sekunden hinter einem GT3-Cup-Porsche, was in der Gruppe H Platz 3 bedeutet hätte.

 

Aber nicht nur in den Klassen war der MCR erfolgreich, sondern auch in der Mannschaftswertung. Somit holte der MCR auch beim Finale die Mannschaftswertung.

Also ein sehr gelungener Saisonabschluss! Durch dieses Ergebnis konnten sich Sebastian und Victor Platz 9 in der Meisterschaft sichern.

/S.Deck

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