53. ADAC-Rallye Oberehe - „Heimrallye“ mit Hindernissen
Hillesheim. Bei der 53. ADAC Rallye Oberehe hatten wir, Erich Zimmer und ich, natürlich genannt. Erich wohnt in Kerpen/Eifel 5 km von Hillesheim entfernt und für mich ist es auch die nächstgelegene Rallye in Deutschland. Die Maximalstarterzahl von 125 war auch sehr schnell erreicht, davon waren neun Autos in der Klasse Y22 genannt in der auch wir starten.
Hillesheim. Bei der 53. ADAC Rallye Oberehe hatten wir, Erich Zimmer und ich, natürlich genannt. Erich wohnt in Kerpen/Eifel 5 km von Hillesheim entfernt und für mich ist es auch die nächstgelegene Rallye in Deutschland. Die Maximalstarterzahl von 125 war auch sehr schnell erreicht, davon waren neun Autos in der Klasse Y22 genannt in der auch wir starten.
Die Durchführung der Rallye stand bis kurz vor der Veranstaltung auf der Kippe. Durch die lange Trockenheit und die beiden Großbrände in unserer unmittelbaren Nähe war eine Absage zu befürchten. Glücklicherweise setzte aber eine neue Schönwetterphase, dass sind jetzt ergiebige Regentage, ein und der Durchführung stand nichts mehr im Wege. Anders als sonst, war am Freitagmorgen in Hillesheim noch nichts los. Rechneten einige Teilnehmer doch noch mit einer Absage? Egal, aber dadurch hatte ich freie Platzwahl für mein Womo.
Die DA am frühen Nachmittag lief sehr geschmeidig, da die Damen auch vorzeitig mit der DA anfingen. Wir platzierten den Golf dann auch direkt vor den Zelten der Techniker. Diese waren durch die Anreise in die Vulkaneifel aber noch sehr geschwächt und mussten zunächst Nahrung aufnehmen. Danach ging es dort aber ebenfalls sehr zügig. Lediglich eine Frage eines TK verwirrte uns ein wenig. Der TK selbst Meister in einer VW-Werkstatt fragte doch tatsächlich, wo den die Fahrgestellnummer stehe. Dieses kleine Problem konnten wir aber sehr schnell lösen.
Kurz nach der TA kehrten wir in der Pizzeria/Ristorante ein, um auch unsere geschwächten Körper wieder zu stärken.
In der Nacht zum Samstag schüttete es ordentlich, so dass für den Samstag mit einer äußerst geringen Staubentwicklung zu rechnen war. Am Samstagmorgen begaben wir zeitig auf die Aufschriebrunde. WP1/4 hörte auf den schönen Namen „Staatsforst Gerolstein“. Obwohl die Kreisverwaltung die WP genehmigt hatte, konnte sie nicht wie geplant gefahren werden. Der Veranstalter hatte leider versäumt, sich auch das „Okay“ vom Staatsfort einzuholen. Deshalb musste die WP-Strecke geändert werden. Jetzt wurden auf einer Kreisstraße 1,5 km Vollgas gefahren, statt 2 km selektive Waldwege. Insgesamt war die WP jetzt 6,76 km lang bei 100 % Festbelag.
Danach ging es zum Rundkurs Arensberg (2/5), der bei 1,5 runden plus kurzer Ausfahrt 13,95 km Länge mit 2,55 km Schotteranteil.
Die dritte WP (RK Basberg) war eine ca. 2 km lange Runde. Hier fuhr man 2 2/3 Runde + Ausfahrt mit insgesamt 8,86 km Länge und vielen sehr schnellen Passage, genau das Falsche für ein leistungsschwaches Auto, wie das unsrige.
Nach der Aufschriebrunde stand dann die Frage an mit welchen Reifen die Rallye gefahren werden sollte. Hierzu wurden dann diverse Wetter-Apps befragt. Schließlich entschieden wir uns die Rallye mit Semi-Slicks zu beginnen. Zur Halbzeit wollten wir dann neu überlegen. Es gibt dann eine Reifenwechselzone (RWZ) in der man vorher Räder und Werkzeug abgelegt haben muss.
Um 13:43 h gingen wir dann mit der Startnummer 76 an den Start und damit als vorletztes Fahrzeug der Klasse.
WP 1 bescherte uns dank der vielen schnellen Passagen schon einen Rückstand von 26 Sekunden auf den Klassenprimus Jansen/Jansen. Aber damit hatten wir eigentlich auch gerechnet. Der Rundkurs Arensberg lief nach meinem Empfinden ganz geschmeidig. Überrascht waren wir allerdings von sehr viel Erdreich auf dem Asphalt. Da machen sich 32 Vorwagen und 75 Teilnehmerfahrzeuge vor uns schon bemerkbar. Auf dem Rundkurs Basberg und dessen Ausfahrt war dann wieder Leistung gefragt. Wir waren aber mit uns ganz zufrieden und rollten von dort aus zur RWZ. Der Himmel sah gut aus d. h. das blau am Himmel überwog. In Abstimmung mit unserem Chefschrauber Jörg blieben die Semi-Slicks auf dem Fahrzeug.
Danach rollten wir zum Regrouping, dass für uns ziemlich genau eine Stunde betrug, nach Hillesheim. Nach dem Regrouping folgte die 19 km lange Transpo. Der Himmel wurde immer dunkler und während wir an die ZK rollten, kam das von der Natur so begehrte Nass in Massen vom Himmel. Die Reifen wollten auf diesem Geläuf einfach keine Verbindung zum Asphalt aufbauen. Damit hatten wir mit unserer hohen Startnummer die berühmte A-Karte gezogen. Während die vor uns gestarteten Teams ihre Zeit gegenüber der zeit aus WP 1 verbessern konnten, verschlechterten sich die Zeiten der #77 und der #82.
Ich werde nie verstehen, warum man die Klassen nicht hintereinanderfahren lässt.
Der RK Arensberg lief gefühlt wieder recht gut. Die Zeit war schlechter als im 1. Durchgang. Bei der Durchsicht der Ergebnisliste, konnte man aber sehen, dass dies bei fast allen der Fall war.
Jetzt wollten wir die WP 6, den RK Basberg, nur wieder mit Anstand hinter uns bringen, um ein Ergebnis vorweisen zu können. Mit dem Ende der 1. Runde auf dem Rundkurs gab es ein sehr mehrwürdiges Geräusch. Beim Anbremsen der nächsten Kurve wurde Erich laut und verkündete „Ich habe keine Bremse mehr!“ dafür nahmen die Knackgeräusche vorne rechts immer mehr zu. Jetzt wurde ganz viel Tempo herausgenommen, die Kurven mit der Handbremse angebremst und ganz vorsichtig durchrollt. So erreichten wir tatsächlich auch das Ziel der WP. Jetzt mussten noch gut 12 km Transpo zur Ziel-ZK geschafft werden. Mit einem Tempo bei sich landwirtschaftliche Fahrzeuge empört bei uns bemerkbar gemacht hätten, rollten wir nach Hillesheim. Natürlich hatten wir einige Minuten Verspätung an der Ziel-ZK. Jede Minute bringt einem 10 Strafsekunden ein. Deshalb sind wir mit unserem 5. Platz in der Klasse sehr zufrieden. Ohne unsere Probleme wäre Platz 4 realistisch gewesen.
Da es wieder Spaß gemacht hat, hat es sich auch gelohnt. Ein großes Dankeschön geht an alle, angefangen bei Erich, meinem Chauffeur, über Jörg, unserem Chiefmecanic, zu allen anderen, die uns unterstützen.
Jetzt hoffen wir, dass nicht allzuviel kaputt gegangen ist und wir, wie geplant spätestens wieder zur Kohle und Stahl im Saarland angasen können.
JS


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