Die etwas andere Art der Einstimmung auf Ostern
Zerf. Ostern ist für die meisten Menschen mit bunten Eiern verbunden. Für mich als Rallyefahrer ist dies aber etwas anders. Mich zog es, wie viele andere, nach Zerf um dort in bunten Autos den zahlreichen Zuschauern Freunde zu machen. Nach längerer Abwesenheit meinerseits ging ich wieder an der Seite von Erich Zimmer (Kerpen/Eifel) im Golf III GTI an den Start der Osterrallye, die auch wieder zum DMSB Rallye Cup und zur Youngtimer Trophy gewertet wurde.
Zerf. Ostern ist für die meisten Menschen mit bunten Eiern verbunden. Für mich als Rallyefahrer ist dies aber etwas anders. Mich zog es, wie viele andere, nach Zerf um dort in bunten Autos den zahlreichen Zuschauern Freunde zu machen. Nach längerer Abwesenheit meinerseits ging ich wieder an der Seite von Erich Zimmer (Kerpen/Eifel) im Golf III GTI an den Start der Osterrallye, die auch wieder zum DMSB Rallye Cup und zur Youngtimer Trophy gewertet wurde.
Die Dokumentenabnahme ging blitzschnell. Bei der Technischen Abnahme entdeckte der TK ein Problem bei der Gurtführung. Dieses Problem konnte aber mit Hilfe des Käfigzertikates geklärt werden, wahrscheinlich bis zur nächsten Abnahme. Damit war das Karfreitagfflichtprogramm auch schon erledigt.
Der MSC Zerf hatte 4 Wertungsprüfungen (WP), zwei als Sprintprüfung und zwei als Rundkurse (RK), im Programm. Wie bei Rallye 70 Veranstaltungen üblich, musste man sich vor dem Start für einen Reifen entscheiden, der dann bis zum Regrouping auch montiert bleiben musste.
Morgens um 07.00 h gab es das Bordbuch. Pünktlich um 07.30 h standen wir am Start der WP 1, um unser „Recce“ zu erledigen. Am darf keine Sekunde vor der angegebenen Zeit loslegen, weil wir ja mit RallyeSafe (Big brother is watching you!) unterwegs sind.
WP 1 Sprint Oberzerf) ist eine recht kurze Sprintprüfung mit 3,61 km davon 0,81 km Schotter auf Wirtschaftswegen. Danach ging es zur schönsten Prüfung, der Sprintprüfung Weinland (6,67 km/0,51 km Schotter) nach Ockfen. Wie der Name schon vermuten lässt ging es durch Weinberge. Von dieser Sorte WP dürfte es gerne noch mehr geben. Danach folgte der RK Pellingen. Hier wurden 2 ¾ Runden aus 100% Asphalt mit einer Gesamtlänge von 12,54 km gefahren. Hier hieß es die meiste Zeit „pedal tot he metal“. Dazwischen gab es aber zwei sehr enge, wirklich superenge Spitzkehren, die uns und dem Golf Probleme bereitete. Den Abschluss bildete der RK Provinzial bei Paschel (2 2/3 Runden) mit einer Gesamtlänge von 12,49 km (2,2 km Schotter). Da es auf dieser Runde nichts Langsames gab, war die Durchschnittgeschwindigkeit hier extrem hoch. Das Siegerfahrzeug fuhr hier 121,6 km/h.
In der Nacht hatte es geregnet. Der Wetterbericht kündigte aber eine Regenwahrscheinlichkeit von 0% an. Aus diesem Grund starteten wir Hankook-Slicks. Diese sorgten dann auf der WP 1 für ein paar rutschige Einlagen, da sie auf der kurzen Transpo vom Start bis zur WP noch nicht warm waren. Wir waren also nicht so ganz zufrieden.
Die Weinbergprüfung war dann schon deutlich trockener und hat so richtig Spaß gemacht.
Im RK Pellingen sank die Laune bei den Spitzkehren dann gründlich. Die erste Spitzkehre sollte m it der Handbremse genommen werden. Dies gelang nur zu 50 % und wir wurden kräftig durchgeschüttelt, weil wir einen Absatz mitnahmen. Bei der zweiten und dritten Durchfahrt holten wir dann über eine Wiese kräftig aus und konnten so relativ zügig die Stelle passieren. Ganz anders bei der zweiten Spitzkehre. Obwohl der Handbremsheben bis zum Fahrzeughimmel hochgerissen wurde, tat sich nichts. Hier konnte man auch nicht ausholen, weil es dort neben dem Weg direkt ins tiefergelegene Unterholz gegangen wäre. Es blieb Erich nichts anderes übrig, als die Fahrstufe „R“ zu wählen. Hierbei ging natürlich viel Zeit bei drei Durchfahrten ins Land.
Im RK Provinzial fehlte uns einfach Motorleistung. Der Golf holt seine Kraft aus einem absoluten Serienmotor. Damit war uns klar, dass wir hier „den Arsch gehauen“ bekommen.
Danach ging es zum Regrouping. Wir entschieden uns weiter auf die Hankook zu vertrauen. In den ersten beiden WP waren wir auch schneller, als beim ersten Durchgang. Auf dem Weg zum RK Pellingen setzte Nieselregen ein. Dort angekommen, stand dann eine lange Schlange am Start zur WP. Grund hierfür war, so sagte es der Zeitnehmer „da hat jemand bei voller Fahrt die Hinterachse ausgebaut, der geborgen werden musste“. Zwischenzeitlich war es so richtig nass geworden. Für uns hieß das, dass wir an einigen Stellen früher in die Eisen gehen musste. Ein Vorteil war allerdings, dass die Handbremse Erich zweimal tatsächlich bei der Umrundung der superengen Spitzkehre unterstützte. Beim dritten mal hatte sie dann schon Feierabend gemacht und ließ dem Getriebe wieder den Vortritt.
Der RK Provinzial bot dann gemischte, mal trocken, mal feuchte Streckenverhältnisse.
Als drittes der sechs Fahrzeuge der Klasse Y22 erreichten wir das Ziel.
Für die nächste Veranstaltung muss jetzt die hydraulische Handbremse her, die schon in Kerpen lagert.
Die Veranstaltung hat wieder Spaß gemacht, auch wenn wir nicht geehrt wurden. Bei der Ehrung ging der MSC Zerf neue Wege. Pokale gab es nur für die Top 3 im Gesamtklassement. Die restlichen zu Ehrenden erhielten Wein. Ich hoffe, dass er wenigstens geschmeckt hat.
Vielen Dank an Erich und an unsere Schrauber ohne die nichts gehen würde!
/JS
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