Die "Haus-Strecken" sind durch, jetzt kommen wir... oder?
Bonn Racing-Car-Benz
"Der Teufel steckt im Detail", dieses Sprichwort hat sicher jeder schon mal gehört. Auch auf der Rennstrecke trifft dies zu, wenn man anfängt die Millisekunden zu jagen. Sei es die Kurven noch besser zu treffen oder einfach das letzte Feintuning am Fahrzeugsetup zu machen. Um zu siegen, muss alles stimmen.
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"Der Teufel steckt im Detail", dieses Sprichwort hat sicher jeder schon mal gehört. Auch auf der Rennstrecke trifft dies zu, wenn man anfängt die Millisekunden zu jagen. Sei es die Kurven noch besser zu treffen oder einfach das letzte Feintuning am Fahrzeugsetup zu machen. Um zu siegen, muss alles stimmen.
Nachdem wir uns dieses Jahr dazu entschieden hatten, in der GT3 an den Start zu gehen, war uns eigentlich von vornherein klar, dass wir nicht um's Podium kämpfen würden, wie in den Jahren zuvor. Denn die GT3 ist Königsklasse und das merkt man auch immer wieder aufs Neue. Dennoch waren Nils und ich uns einig, dass es langsam mal Zeit wird, diese Erfahrung zu machen.
Nachdem wir die ersten beiden Veranstaltungen zum ADAC Digital Cup 2026 (ADC26) und der ADAC Nordrhein Simracing-Trophy 2026 (ANST26) am Nürburgring und Spa hinter uns gebracht hatten, stand nun das Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola an. Hier bemerkten wir bereits auf den Trainingsservern, dass wir nicht zwar, nach wie vor, nicht die schnellsten waren, aber zumindest bei den Rundenzeiten mit der Spitze mithalten konnten. Schon witzig, wenn man betrachtet, dass dieses Phänomen Jahr für Jahr auftritt. Auf den "Haus-Strecken" der meisten Fahrer, also Nürburgring und Spa, hängen wir teils mehrere Sekunden hinter der Spitze. Doch geht es auf eine andere, als der genannten Strecken, ist der Unterschied nicht mehr so groß, denn wir sind auf allen uns bekannten Strecken gleich stark. Klar gibt es immer die Profis, die ähnlich wie wir, auf allen Strecken stark sind, aber dies waren eher nur 1-2 Teams in Imola und nicht nahezu das ganze Feld.
Aber der Reihe nach. Wir starteten wie gehabt mit der Trophy (ANST), wo Nils und ich als Rivalen an den Start gehen. Da hier die selben Strecken und Autos gefahren werden, ist dies immer ein schönes Aufwärmtraining für den ADC. Wie jeder weiß, sind kalte Reifen nach einer Einführungsrunde nicht so griffig. Das fand Nils nach längerer Zeit dann auch nochmal heraus und drehte sich direkt in Kurve 1 nach dem Start einmal kurz im Kreis. Ich fuhr unterdessen gegen unsere (leider) einzige Konkurrenz Runde um Runde vorne weg, auch mit einem zunehmend wachsenden Abstand zum Hintermann. Aber wie war das mit dem Teufel im Detail? Ein Detail ist vielleicht auch, dass man keine Fehler machen sollte. So lenkte ich nach knapp 2/3 der Renndistanz zu früh in die vorletzte Kurve ein und verlor auch hier kurz die Kontrolle über mein Auto. Nach dem kurzen Ausflug ins grün sah ich dann schon den ersten Konkurrenten an mir vorbei kommen. Zu meiner Verwunderung war es aber Nils, der sich zurück gekämpft hatte. Am Ende standen für Nils P1 und mich P2 fest.
Die ANST ist leider in der GT3 nicht so gut besucht, wodurch wir aufgrund von nur 4 Teilnehmern, schon das Podium sicher haben, wenn nur 1 Fahrer ausfällt. Aber wir nutzen dieses Event, wie gesagt, eher als Training und auch um herauszufinden, wer die bessere Tagesform von uns beiden hat und somit im ADC die meiste Rennzeit bekommt.
Nach der ANST ging es dann mit kurzer Pause nahtlos im ADC weiter. Nils fuhr Sprintrennen 1, ich das zweite und beim Teamrennen startete Nils und ich übernahm nach etwa der Hälfte der Renndistanz. Dementsprechend fuhren wir auch jeweils die Qualis und hier konnte man dann gut erkennen, was ich eingangs bereits erwähnt hatte. Waren wir am Nürburgring oder in Spa doch eher auf P7 von 8 in der Quali, so holten wir uns in Imola P5, P6 und einmal sogar P3 in der Quali. Doch auch hier schlug der Fehlerteufel wieder zu. Es waren keine Ausflüge ins Grüne, aber es war leider nicht nur ein kleiner Fahrfehler, der uns ereilte, wodurch wir den ein oder anderen Platz verloren. Und gerade in den 30min. Sprintrennen ist ohne den Fehler des Konkurrenten, ein verlorener Platz nicht mehr gut zu machen. Dennoch konnten wir am Ende 3x P6 verbuchen, was unser bisher bestes Ergebnis war. Damit waren wir für den zeitlich sehr begrenzten Aufwand, den wir fürs Training nutzen, sehr zufrieden.
Wir sind gespannt auf die letzten beiden Veranstaltungen. Doch nun kommt erstmal Karneval, wodurch wir eine etwas längere Pause von 4 Wochen bis zum nächsten Rennen in Zandvoort haben.
Schaut doch gerne beim nächsten mal wieder im Livestream vorbei :)
/P. Schmitz
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